Spanien führt Übergewinnsteuer ein – und finanziert damit kostenlosen ÖPNV

9. August 2022

Madrid – „Diese Regierung wird nicht zulassen, dass das Leiden vieler der Gewinn Einzelner ist“, sagte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez kürzlich und kündigte eine zweijährige Übergewinnsteuer an. Die Sondersteuer soll für Energiekonzerne und Banken gelten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

(…)

Der ÖPNV wird im Nah- und Regionalverkehr kostenlos sein ….

Quelle>>


„9 für 90“ – Wahlkampf oder Wende?

25. März 2022

Nun stehen sie lächelnd vor der Kamera, diese mehr oder weniger bekannten Politiker:innen, die günstigen ÖPNV bislang zwar in Wahlreden und Resolutionen forderten, die Umsetzung desselbigen aber gnadenlos verschliefen. Zitat: „Wir geben den Bürger:innen zur Entlastung das „9 für 90-Ticket“, weil der Ukraine-Konflikt die Mobilität für die Bürgerinnen und Bürger sehr teuer macht!“

Also muss tatsächlich erst ein Krieg ausbrechen, damit man auf die Idee kommt, dass Mobilität im 21. Jahrhundert teuer ist? Falsch, denn es ist nicht dieser grauenhafte Krieg, der das „öffentliche Portemonnaie“ öffnet, es ist – wie so oft – mal wieder der Wahlkampf.

Man versprach und verspricht in Wahlkampfzeiten aller Orten die Verkehrswende: Schnellbusse, Fahrradschnellwege, Car-Sharing, Ruf-Taxen, Flug-Taxen, Bürgerbusse, Disco-Linien, Micro Hubs für Lastenräde, mehr Radwege.

Was davon kam? Wenig bis nichts wurde und wird davon umgesetzt, stattdessen pimpt man nun den „ÖPNV 1.0“ aus dem letzten Jahrhundert mit seinen miesen Verbindungen, miesen Takten und miesen Fahrzeugen.

Und was passiert nach den 90 Tagen? Begeisterte Umsteiger:innen verkaufen ihre Autos? Sie werden multimodal, digital und die Umwelt freut sich phänomenal? Ich fürchte, die Antwort lautet „Nein“, denn nach dem Wahlkampf passiert …. nichts.

Das Grevenbroicher Beispiel spricht da für sich: S-Bahn-Knoten? Gescheitert. Bürger-Bus? Gescheitert. Disco-Linie? Gescheitert. Ticketfreier Bus? Gescheitert. Umbau des Bahnhofs? Gescheitert.

Fazit: Grevenbroich bleibt die „Stadt des Stillstands“. Sie ist es jetzt, in 90 Tagen und auch noch bis 2025. Was dann ist? Dann ist Kommunalwahl in Grevenbroich – wenn es bis dahin nicht gescheitert ist.


RWI-Studie: Kostenloser ÖPNV könnte Nutzung erheblich steigern

14. April 2021

Kostenloser öffentlicher Nahverkehr findet in Deutschland breite Zustimmung. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Stiftung Mercator geförderte Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Demnach sprechen sich 72 Prozent der Befragten für einen kostenlosen ÖPNV aus. Damit findet diese Maßnahme deutlich mehr Zustimmung als viele andere Vorschläge zur Eindämmung des Autoverkehrs. Müssten sie dafür nichts bezahlen, würden die Befragten nach eigenen Angaben im Durchschnitt mehr als dreimal so häufig mit Bus und Bahn fahren. Dennoch sehen die Autoren der Studie auch gewichtige Argumente gegen die Einführung eines kostenlosen ÖPNV.

Mehr dazu => https://idw-online.de/de/news759769


Aschaffenburg führt Null-Euro-Tickets für Bus und Bahn ein

27. November 2018

Großartig! Nur wer Angebote macht, der holt die Leute aus dem Auto und zum Einkaufen in die eigene Stadt! Der SchlauBus gratuliert Aschaffenburg zu dieser Entscheidung.

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schreibt dazu:

„Erstmals in Bayern ist in Aschaffenburg die Nutzung des Nahverkehrs an Samstagen kostenlos. Vor allem die Luftqualität soll dadurch verbessert werden. Wer samstags in Aschaffenburg einkaufen geht, kann künftig innerhalb des Stadtgebiets kostenlos mit Bus und Bahn fahren …“ weiterlesen>>


Tübingen unternimmt neuen Anlauf für kostenlosen Nahverkehr

29. April 2018

Man darf nie aufgeben! Kann Grevenbroich seine Erfahrungen mit dem SchlauBus nicht auch miteinbringen? Diese Chance sollten wir nutzen. Daumen hoch für Tübingen!

Die RP schreibt: „Die Idee schien bereits gescheitert. Aber Tübingen will einen neuen Anlauf nehmen und Modellstadt für einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr werden …“  mehr>>


Woanders wird nur darüber geredet – Grevenbroich macht es!

16. Februar 2018

Es ist sehr erfreulich, dass sich meine Idee vom kostenlosen ÖPNV  immer weiter verbreitet. In Grevenbroich ist sie bereits im letzten Jahr angekommen und auch 2018 soll der SchlauBus wieder fahren. Dazu schreibt die Neuss-Grevenbroicher Zeitung heute:

Stadt sucht Sponsoren für Einsatz von Gratis-Bussen>>


Kostenloser ÖPNV nach EU-Klagedrohung?

13. Februar 2018

Seit nunmehr knapp 9 Jahren setze ich mich für den kostenlosen ÖPNV ein. Endlich ist die Botschaft ganz oben angekommen, dass wir das Mobilitätsverhalten der Menschen (sanft) ändern müssen, damit unsere Städte wieder lebenswert werden.

Schade, dass immer erst mit einer Klage gedroht werden muss –  die Einsicht hätte früher kommen können:

Kostenloser ÖPNV nach EU-Klagedrohung?>>


Die Stadt Melbourne verdient Geld mit kostenlosen Verkehrsmitteln

27. Januar 2018

Grevenbroich ist zwar nicht Melbourne, aber selbst „Down Under“ hat man die positiven Seiten des kostenlosen ÖPNV entdeckt.

Zitat: „(…)

Ich wollte wissen, warum der Innenstadtverkehr mit der Straßenbahn kostenlos ist, und habe bei der Transportbehörde in Melbourne nachgefragt. „Weil die Stadt so Geld spart“, war die Antwort.

Es fahren Zehntausende Pkws weniger durch das Stadtzentrum, Straßen halten länger, Unfälle sind seltener, die positiven Auswirkungen auf die Luft sind immens. Dazu kommt, dass man keine Fahrkartenkontrolleure bezahlen muss, die Zahl der kostspieligen Strafverfahren gegen Schwarzfahrer ist gegen Null gegangen – und die Zahl der Touristen angestiegen.“

Mehr dazu>>


ZDF: Fahren ohne Fahrschein

29. Oktober 2017

Leider war zu den Dreharbeiten unser Gratis-Bus zum Feierabendmarkt noch in der Planung. Trotzdem toll zu sehen, dass die Idee immer weiter an Fahrt gewinnt! Das ZDF berichtet darüber:

Hier geht’s zum Beitrag aus der Reine „plan b“ (Achtung: nur zeitlich begrenzt in der ZDF-Meidathek verfügbar!)>>

Vorschau:

Fahren ohne Fahrschein

Verstopfte Städte, verspätete Busse, teure Tickets – Alltag in Deutschland. Geht das auch anders? „plan b“ zeigt mögliche Auswege: Könnte ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr helfen?

In der estnischen Hauptstadt Tallinn und auch im französischen Dünkirchen wurde der Nulltarif eingeführt und das Angebot optimiert. Auch in Deutschland gibt es erste Anzeichen dafür, dass die Zeit teurer Tickets für schlechte Verkehrsverbindungen zu Ende geht.

Pioniere in Deutschland

Im brandenburgischen Templin leben die deutschen Pioniere des kostenlosen Nahverkehrs. Dort nahm nach der Wende der Autoverkehr so rasant zu, dass die Luftqualität des Kurortes ernsthaft in Gefahr geriet. Templin führte eine revolutionäre Reform durch: Unentgeltlich Bus fahren für jedermann. Die Fahrgastzahlen explodierten, neue Busse mussten angeschafft werden. Weil aber die Kosten stiegen, mussten die Bürger doch wieder an der Finanzierung beteiligt werden. Heute gibt es eine „Jahreskurkarte“ für nur 44 Euro, und die nutzen immer noch mehr Menschen als vor der Reform. Ein Teilerfolg für die Gemeinde in Brandenburg.

Kostenloser Nahverkehr für Einwohner

Verkehrsexperte Allan Allaküla ist stolz auf seine Heimatstadt Tallinn. Denn in der Hauptstadt von Estland können die Einwohner seit 2013 mit einem elektronischen Ticket alle Busse und Bahnen kostenlos nutzen. Die Autokolonnen sind dadurch aus den Straßen der Innenstadt verschwunden. Ein weiterer positiver Effekt: Der Gratisfahrschein für Anwohner zog immer mehr Bürger aus dem Umland an. Diese meldeten ihren Wohnsitz um und spülten Steuereinnahmen in Tallinns Stadtkasse. Diese Einnahmen nutzt die Stadt, um die öffentlichen Verkehrsverbindungen weiter zu modernisieren. Eine Erfolgsgeschichte findet Allan Allaküla: „Wir inspirieren andere Städte, den kostenlosen Nahverkehr einzuführen!“

Nulltarif am Wochenende

„Gratuit“ steht mit großen Lettern an den öffentlichen Verkehrsmitteln der französischen Hafenstadt Dünkirchen. Hier läuft gerade ein Probebetrieb für den Nulltarif an den Wochenenden. Eingeführt hat ihn Patrice Vergriete, der mit seinen Verkehrsplänen den Einzug in das Bürgermeisteramt geschafft hat. Die Maßnahme zeigt bereits erste positive Auswirkungen auf die Entwicklung der strukturschwachen Innenstadt. Mit der Unterstützung einer in Frankreich gesetzlich möglichen „Arbeitgeberabgabe“ werden neue Busspuren und Haltestellen gebaut, die Busse modernisiert. „Das ist natürlich eine steuerliche Belastung“, weiß Patrice Vergriete, aber eine, die für Dünkirchen zum Erfolg führen kann.

„plan b“ ist eine neue wöchentliche Dokumentationsreihe, die seit dem 7. Oktober mögliche Lösungen oder alternative Wege für gesellschaftliche Probleme aufzeigt.

Quelle>>

 


Kostenlose Busse sind der Stadt (noch?) zu teuer

17. Januar 2013

„Kostenlose Busse sind der Stadt zu teuer.“ Aus und vorbei?

Ganz im Gegenteil! Wie man aus gut informierten Kreisen hört, wird die Idee, ein Nulltarifsystems (NTS) in GV umzusetzen, heftig weiter gedacht – im Rheinland für wahr ein Grund zur Freude. Ort des Nachdenkens soll u.a. die Grevenbroicher Projektgruppe zum „European Energy Award“ sein. Wie diese Gruppe besetzt ist, weiß man nicht so genau, der „SchlauBus“ ist leider (noch) nicht dabei.

Zum Artikel der NEUSS-GREVENBROICHER-ZEITUNG>>