ZDF: Fahren ohne Fahrschein

29. Oktober 2017

Leider war zu den Dreharbeiten unser Gratis-Bus zum Feierabendmarkt noch in der Planung. Trotzdem toll zu sehen, dass die Idee immer weiter an Fahrt gewinnt! Das ZDF berichtet darüber:

Hier geht’s zum Beitrag aus der Reine „plan b“ (Achtung: nur zeitlich begrenzt in der ZDF-Meidathek verfügbar!)>>

Vorschau:

Fahren ohne Fahrschein

Verstopfte Städte, verspätete Busse, teure Tickets – Alltag in Deutschland. Geht das auch anders? „plan b“ zeigt mögliche Auswege: Könnte ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr helfen?

In der estnischen Hauptstadt Tallinn und auch im französischen Dünkirchen wurde der Nulltarif eingeführt und das Angebot optimiert. Auch in Deutschland gibt es erste Anzeichen dafür, dass die Zeit teurer Tickets für schlechte Verkehrsverbindungen zu Ende geht.

Pioniere in Deutschland

Im brandenburgischen Templin leben die deutschen Pioniere des kostenlosen Nahverkehrs. Dort nahm nach der Wende der Autoverkehr so rasant zu, dass die Luftqualität des Kurortes ernsthaft in Gefahr geriet. Templin führte eine revolutionäre Reform durch: Unentgeltlich Bus fahren für jedermann. Die Fahrgastzahlen explodierten, neue Busse mussten angeschafft werden. Weil aber die Kosten stiegen, mussten die Bürger doch wieder an der Finanzierung beteiligt werden. Heute gibt es eine „Jahreskurkarte“ für nur 44 Euro, und die nutzen immer noch mehr Menschen als vor der Reform. Ein Teilerfolg für die Gemeinde in Brandenburg.

Kostenloser Nahverkehr für Einwohner

Verkehrsexperte Allan Allaküla ist stolz auf seine Heimatstadt Tallinn. Denn in der Hauptstadt von Estland können die Einwohner seit 2013 mit einem elektronischen Ticket alle Busse und Bahnen kostenlos nutzen. Die Autokolonnen sind dadurch aus den Straßen der Innenstadt verschwunden. Ein weiterer positiver Effekt: Der Gratisfahrschein für Anwohner zog immer mehr Bürger aus dem Umland an. Diese meldeten ihren Wohnsitz um und spülten Steuereinnahmen in Tallinns Stadtkasse. Diese Einnahmen nutzt die Stadt, um die öffentlichen Verkehrsverbindungen weiter zu modernisieren. Eine Erfolgsgeschichte findet Allan Allaküla: „Wir inspirieren andere Städte, den kostenlosen Nahverkehr einzuführen!“

Nulltarif am Wochenende

„Gratuit“ steht mit großen Lettern an den öffentlichen Verkehrsmitteln der französischen Hafenstadt Dünkirchen. Hier läuft gerade ein Probebetrieb für den Nulltarif an den Wochenenden. Eingeführt hat ihn Patrice Vergriete, der mit seinen Verkehrsplänen den Einzug in das Bürgermeisteramt geschafft hat. Die Maßnahme zeigt bereits erste positive Auswirkungen auf die Entwicklung der strukturschwachen Innenstadt. Mit der Unterstützung einer in Frankreich gesetzlich möglichen „Arbeitgeberabgabe“ werden neue Busspuren und Haltestellen gebaut, die Busse modernisiert. „Das ist natürlich eine steuerliche Belastung“, weiß Patrice Vergriete, aber eine, die für Dünkirchen zum Erfolg führen kann.

„plan b“ ist eine neue wöchentliche Dokumentationsreihe, die seit dem 7. Oktober mögliche Lösungen oder alternative Wege für gesellschaftliche Probleme aufzeigt.

Quelle>>

 


Kostenlose Busse sind der Stadt (noch?) zu teuer

17. Januar 2013

„Kostenlose Busse sind der Stadt zu teuer.“ Aus und vorbei?

Ganz im Gegenteil! Wie man aus gut informierten Kreisen hört, wird die Idee, ein Nulltarifsystems (NTS) in GV umzusetzen, heftig weiter gedacht – im Rheinland für wahr ein Grund zur Freude. Ort des Nachdenkens soll u.a. die Grevenbroicher Projektgruppe zum „European Energy Award“ sein. Wie diese Gruppe besetzt ist, weiß man nicht so genau, der „SchlauBus“ ist leider (noch) nicht dabei.

Zum Artikel der NEUSS-GREVENBROICHER-ZEITUNG>>


Online-Abstimmung: ein deutliches Ergebnis für ein Nulltarifsystem-Modell in Grevenbroich

4. Juli 2012

Leider veröffentlicht die NEUSS-GREVENBROICHER-ZEITUNG nie die TeilnehmerInnenzahl, aber eine 2/3-Mehrheit (genau gesagt: 67%) für die Idee ist eine deutliche Aussage. Heute meldeten sich übrigens die Grevenbroicher PIRATEN (ja, die gibt es jetzt) in der Lokalpresse zu Wort – sie fänden es schön, dass „ihre Initiative nun Fahrt aufnimmt“. In GV habe ich dazu noch keine Initiative vernommen, bis auf die der UWG, die einen Antrag auf ein Modellprojekt im Stadtrat stellen wird.

Hinweis: die Originalgrafik der NGZ liegt mir vor. Aus Urheberrechtsgründen wird sie hier nicht veröffentlicht.


Der Startschuss ist gefallen!

25. November 2011

So, nach vielen Gesprächen mit verschiedenen Interessierten habe ich eine Gruppe von Menschen in Grevenbroich gefunden, die mich bei der Umsetzung des Projektes unterstützen wollen. Da ich gemerkt habe, dass ich ohne die Unterstützung aus der Politik nicht zum Ziel finde, habe ich u.a. bei der PIRATENPARTEI vorbeigeschaut, aber – bei allem Respekt – die sind noch so „besoffen“ von ihrem Berlin-Hype (was ich ihnen ja auch gönne), dass ich mit Blick auf die nächste Kommunalwahl (erst 2014!) wenig Hoffnung habe, dass bis dahin dieses Feld in GV vernünftig beackert werden könnte.

Eine andere sympathische Gruppe von MacherInnen, IdealistInnen, Entäuschten aus anderen Parteien, PragmatikerInnen, Engagierten und VisionärInnen hat sich (wie in vielen Kommunen) in GV in einer unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) zusammengefunden. Ich habe mir ihre Arbeit länger angeschaut und sah bislang kein Postengeschacher, Karriere- oder Hofstaatdenken, dafür lebensnahe Ansätze und Vorschläge in der Stadtratsarbeit – Grund genug, näheren Kontakt zu suchen. Für mich und das Nulltarifsystem-Grevenbroich ist das nun womöglich der lang ersehnte Startschuss. Erfreulich: es wird mit Unterstützung der UWG eine Infoveranstaltung zum Thema „Nulltarifsystem“ bzw. „kostenloser ÖPNV“ in GV geben. Sehr spannend!