Nahverkehr zum Nulltarif – In Deutschland ist er auch möglich: ein Sieben-Punkte-Plan

4. Februar 2014

In der Online-Ausgabe der TAZ wird unter der Überschrift „Kostenloser Nahverkehr – Nie wieder Schwarzfahren!“ ein Sieben-Punkte-Plan zur Einführung des Nulltarifs in Deutschland umrissen. Kleiner Schönheitsfehler: auch die TAZ-MacherInnen behaupten, das NTS in Hasselt sei gescheitert. Dem ist nicht so, wie ich hier bereits beschrieben habe.

Zum Plan der TAZ>>

Was ist meine Meinung zum Plan?

Zu Punkt 1 sage ich: Das Schwarzfahren-Argument ist mir zu negativ. Mir gefallen da die Worte einer 85-jährigen aus GV viel besser: „… dann könnte ich jeden Tag am Leben in der Stadt teilnehmen“.

Zu Punkt 2 sage ich: HIER! Grevenbroich will auch, glaubt man zumindest den Umfragen: 67% Zustimmung!

Zu Punkt 3 sage ich: Ja, ohne geht es nicht (siehe aktuelle Situation in Hasselt)!

Zu Punkt 4 sage ich: Das „beitragsfinanzierte ’Bürgerticket‘ für alle“ ist der richtige Weg. Alle brauchen Mobilität – billiger, umweltfreundlicher und effizienter als im Nulltarifsystem geht es nicht!

Zu Punkt 5 sage ich: MEIN REDEN!!

Zu Punkt 6 sage ich: Kommunikation und Partizipation ist das Geheimnis, siehe Semesterticket in NRW – es funktioniert!

Zu Punkt 7 sage ich: Eine Idee zur richtigen Zeit lässt sich nicht aufhalten. Die Zeit für ein NTS ist gekommen.

 


Antrag: Stadt Grevenbroich soll Nahverkehr zum Nulltarif prüfen

13. September 2012

In der letzten Ratssitzung der Stadt Grevenbroich am 30. August 2012 hat die UWG Grevenbroich den Antrag gestellt, die Möglichkeiten eines „Personennahverkehrs zum Nulltarif“ für Grevenbroich zu prüfen und sich in Tübingen über die Rahmenbedingungen für einen Modellversuch zu informieren (lt. Angaben des Tübinger Bürgermeister, Boris Palmer, in seinem überarbeitetem  Buch „Eine Stadt macht blau“, ISBN 978-3-462-04113-2, haben die 10 fahrscheinlosen Test-Samstage in Tübingen insgesamt nur € 40.000 gekostet. Preiswerte PR – meint der Tipper).

Wo wir gerade beim Beispiel Tübingen sind: dort lägen die Kosten für eine Umlage auf jeden Bürger lt. Palmer bei sage und schreibe € 150 pro Jahr – recht hoch im Vergleich zu Hasselt. Der Grund: in Tübingen nutzen bereits sehr viele Menschen den Bus, entsprechend hoch fallen die Einnahmen aus dem Ticketverkauf aus. Für das benachbarte Dormagen (in der Größe mit GV vergleichbar) haben die dortigen Verkehrsbetriebe pro Kopf und Jahr € 80 ausgerechnet. Billiger kann man Mobilität, Wirtschaftsförderung und Klimaschutz nicht bekommen! Die „Bürger für Dormagen“ (BfD) werden wohl auch bald einen entsprechenden Antrag stellen.

Jetzt sind wir auf belastbare Zahlen aus Grevenbroich gespannt …