Nimmt das Thema wieder Fahrt auf?

11. Januar 2016

Zuerst wünsche ich allen Interessierten ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2016! Es bleibt zu hoffen, dass die Idee vom ‚Gratis-Bus‘ im neuen Jahr in GV Gehör findet. Zur Zeit liest man in der lokalen Presse leider viel zum Thema ‚Ladenschließungen‘. Aber: es soll ja Kommunen geben, die mit ‚Gratis-Busfahrten‘ neue Attraktivität gewonnen haben!

Neulich bekam ich eine Einladung, in der gefragt wird:

• Wie etabliere ich in meiner Stadt, Region oder Gemeinde einen attraktiveren öffentlichen Nahverkehr?

• Wie ebne ich vor Ort den Weg zu einem Modellprojekt „Bus und Bahn Fahrscheinfrei“?

Mit Blick auf die Entwicklung in GV sollte ich nicht der Einzige sein, der dieser Einladung folgt!

Mehr dazu unter: MODELLKOMMUNE FAHRSCHEINFREI>>


Ein Schritt in die richtige Richtung?

21. Oktober 2015

Leider ist es in der letzten Zeit in Deutschland relativ ruhig um das Nulltarif-System im ÖPNV geworden. Neue Hoffnung gibt eine Publikation der LINKEN, die darauf hinweist, dass in der Koalitionsvereinbarung der rot-rot-grünen Landesregierung von Thüringen ein Modellversuch „Fahrscheinloser ÖPNV“ verabredet wurde.

Mehr dazu findet sich in der Broschüre ‚PLAN B konkret: Nulltarif im öffentlichen Nahverkehr‘

 


Grevenbroich: Schulleiter beklagen schlechte Busverbindungen

3. Dezember 2014

Die NEUSS GREVENBROICHER ZEITUNG (NGZ) berichtet in ihrer Printausgabe vom 01. Dezember 2014, dass sich in GV Eltern und Schulleiter über die schlechten Busverbindungen in der Stadt beschweren. Eine Lösungsmöglichkeit kann der zuständige Schuldezernet Michael Heesch den Eltern nicht aufzeigen.

Der Schlaubus wäre die Lösung! Beispiel ‚Hasselt‘ in Belgien: zu Beginn des erfolgreichen Projektes ‚Nulltarifsystem‘ (vulgo: Gratis-Bus) verfügte Hasselt über 2 Linien, die von 13 Bussen „beglückt“ wurden. Heute gibt es ein flächendeckendes Busliniennetz mit 14 Linien mit über 100 (!) Bussen. Da bleibt kein Kind im Regen stehen – zumal alle 5 Minuten ein Bus kommt!

Hinweis: der Originalartikel liegt der uns vor und kann auf Wunsch gerne eingesehen werden.


UWG fordert Probelauf für Gratis-Busse

26. April 2014

In Grevenbroich wird weiter um die Einrichtung eines Nulltarifsystems (NTS) gerungen. Im Kommunalwahlkampf rückt das Thema in den Vordergrund. Die NEUSS-GREVENBROICHER-ZEITUNG textet heute:

UWG fordert Probelauf für Gratis-Busse>>

Leider hat der Redakteur dabei nur relativ oberflächlich recherchiert und läßt VCD-Forderungen nach einem Modellversuch und die aktuellen Erfolge des NTS in Tallinn aussen vor.

Erfreulicherweise hatte das Nulltarifsystem in Hasselt 16 Jahre Bestand und wurde zwischenzeitlich – auch bei den zurückliegenden Wahlen – mehrfach bestätigt. Dass die „satten“ Bürger irgendwann andere Prioritäten setzen, kann auch kein Gratis-Bus ändern.

In GV müssen wir aber zuerst einmal viel ändern, bevor noch mehr „entäuschte“ Bürger der Stadt den Rücken kehren – mit dem entgangenen Geld könnten die Busse längst fahren:

Zensus-Rechnung kostet Stadt Millionen>>


Grevenbroicher Stadtverwaltung veröffentlicht peinliche Zahlen zur Busnutzung

25. März 2014

In der heutigen NEUSS-GREVENBROICHER-ZEITUNG wird stolz vermeldet, dass sich die Zahl der Busnutzer in GV positiv entwickelt hätte. Bei Licht betrachtet wird man allerdings den Eindruck nicht los, dass die Verantwortlichen im Rathaus irgendwo kurz hinter dem Mond leben müssen.

Um das zu belegen, reicht ein kurzer Blick auf die Zahlen: GV befördert für ca. 1 Mio EURO pro Jahr ca. 1,6 Mio. Fahrgäste, die aber für jede Fahrt ein teures Ticket lösen müssen. Im belgischen Hasselt beförderte man für die gleiche Summe über 4 Mio. Fahrgäste (ohne Schülerverkehr!) pro Jahr, mit dem kleinen Unterschied, dass die Busnutzer KEINERLEI Tickets kaufen mussten, das Liniennetz dichter und die Taktzeiten kürzer waren.

Das heißt: jeder Grevenbroicher Einwohner – vom Baby bis zum Greis – zahlt pro Jahr ca. € 16 für ein Bussystem, in dem sich die Fahrgäste für jede Fahrt ein teures Ticket kaufen müssen. In Hasselt kostete der ticketlose Bus jeden Einwohner umgerechnet € 18 pro Jahr. Frage: welches Bussystem ist effizienter und attraktiver? Peinlicher geht es wirklich nicht mehr! GV braucht den SchlauBus für mehr Lebensqualität!


1 Jahr Nulltarifsystem in Tallinn – eine Erfolgsgeschichte

10. Februar 2014

Die estnische Hauptstadt Tallinn hat das Nulltarifsystem (NTS) vor exakt einem Jahr eingeführt und die Evaluation zeigt jetzt genau das, was ich mir auch für GV davon verspreche:

  1. man verzeichnet eine steigende Einwohnerzahl. 12.000 Neubürger meldeten sich mit Hauptwohnsitz in Tallinn an
  2. man verzeichnet bereits steigende Steuereinnahmen
  3. man zählt bereits 15% weniger Autos in der Stadt und hat damit weniger Lärm, Feinstaub, Stau und kaputte Straßen
  4. es wurden dadurch bereits 45.000 Tonnen CO2 eingespart
  5. das Thema hat eine sehr hohe Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern (75%!), selbst anfängliche Kritiker zeigen sich begeistert.

Das meldet – zusammengefasst – die TAZ in ihrem Artikel vom 29.01.2014. Die Effekte des NTS sind also nicht anderen, diffusen Faktoren geschuldet, die von Kritikern im Hasselter Modell gesucht worden sind. Die Logik der Nutzer ist einfacher als man denkt: „Was kostet es – was bringt es mir?“ In Tallinn eine echte win-win-Situation!


Bus und Bahn werden immer beliebter – warum wohl?

7. Februar 2014

Der FOCUS meldet:

Die Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr ist gestiegen. Dagegen geht sie im Fernverkehr leicht zurück. Seit Anfang des Jahres hat die Eisenbahn nämlich Konkurrenz. mehr dazu>>
Das lässt mich fragen: Wie sieht es lokal aus? Ist auch hier die Zeit des motorisierten Individualverkehrs (MIV) abgelaufen? Wird der Unterhalt eines PKW zu teuer, um mal eben zum Supermarkt zu fahren? Was sind die Folgen des demografischen Wandels? Die Lösungsansätze für diese Fragen liegen einzig und allein im Nulltarifsystem (NTS). Nur eine Stadt, die zukünftig die Mobilität ihrer Bürgerinnen und Bürger sicherstellen kann, kann die Lebensqualität erhalten. Nur ein NTS bringt den Handel zurück von der grünen Wiese in die Innenstadt. Gastronomie und soziales Miteinander blühen nachweislich auf – und genau das braucht Grevenbroich.